Die Lebenswege zweier Männer kreuzen sich, es entsteht eine väterliche Freundschaft. Der eine hat in seinem jungen Leben wenig Glück gehabt, der andere lebt beruflich und privat nach christlichen Überzeugungen. Durch und durch.
Die Freundschaft endet schlagartig, als ein unmoralisches Vergehen ans Tageslicht kommt. Ein Vergehen, das keiner der beiden Männer verursacht hat. Ihre Wege trennen sich, doch sie versprechen einander, dass sie Kontakt aufnehmen werden, wenn einem der beiden etwas Lebensveränderndes geschieht.
Es geschieht. Und der eine schreibt dem anderen einen Brief.

Religion ist nur so gut oder so schlecht, so förderlich oder vernichtend, so gutherzig oder gewissenlos, wie der Mensch, der sich ihrer bedient.

 

Leseprobe

„Lieber Johann, damals war ich so enttäuscht, dass ich nichts anderes tun konnte als wegzulaufen. Entwurzelt in einer neuen Stadt habe ich auf eine neue Perspektive gehofft. Ich suchte wieder Heimat in einer röm. kath. Gemeinschaft, in derselben Religion, vor der ich gerade geflohen war. Ich dachte, es wären doch die Menschen gewesen, die mich enttäuscht hätten, nicht die Religion selbst. Aber ich fand keine Heimat. Als hätte ich mein Charisma und meinen Enthusiasmus auf der Flucht zurückgelassen, wurde ich mit nichtssagenden Floskeln abgespeist. So sagten sie mir, die Kirchenmenschen, die ich um Rat bat: „Vertraue auf Gott! Er hat einen Plan mit dir.“ Der lächerlichste Spruch: „Gott will nur deinen Glauben und deine Standfestigkeit prüfen!“ Kannst du dir vorstellen, Johann, wie dumm und alleingelassen ich mir vorgekommen bin? Denkst du, ich habe mich ernst genommen gefühlt?“

Informationen zum Buch

E. M. Rauchenschwandtner, KEHRTWENDE
ISBN: 978-3-903259-00-3
Verlag am Sipbach
1. Auflage Mai 2018
Hardcover, Fadenheftung, Lesebändchen
108 Seiten, €19,80

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